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Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren in IT-Lösungen im Bereich PIM/DAM investiert. Die zunehmende Digitalisierung, vor allem das immense Wachstum im Online-Handel, das sich schon lange nicht mehr nur auf den eigenen Webshop beschränkt, haben diesen Schritt quasi zwingend gemacht. Neben den Notwendigkeiten, die Time-to-Market zu reduzieren und Kosten einzusparen.

Die Lösungs-Szenarien reichen dabei von Eigenentwicklungen (häufig im Umfeld des Warenwirtschaftssystems oder des Webshops) über einfache PIM-Ansätze im E-Commerce-Tool bis zu Standardsoftware-Produkten von Herstellern, die sich auf diesen Bereich fokussiert haben.

Bei der Entwicklung bzw. bei der Auswahl der jeweiligen Lösung standen bei vielen Unternehmen – und stehen nach wie vor – funktionale Aspekte im Vordergrund. Ist eine Massendatenpflege möglich? Welche Schnittstellen zu ERP und Shop gibt es? Kann man Bildderivate automatisiert erzeugen? Oder auch (mit abnehmender Bedeutung): Wie können Printwerbemittel erstellt werden?

Unsere Consultants empfehlen, die strategischen Aspekte mehr in den Vordergrund zu stellen – sowohl in Bezug auf technologische Entwicklungen als auch im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Lösung und des Herstellers. Beides muss zur eigenen Unternehmens- sowie zur IT-Strategie passen.

Natürlich sind funktionale Anforderungen weiterhin wichtig. Neue Anforderungen kommen hinzu wie etwa die automatisierte Verbesserung der Daten-Qualität, das Lieferanten-(Daten-)Onboarding, die einfache Anbindung und Bespielung von Marktplätzen oder das automatisierte Texten (Natural Language Generation).

Neben diesen Kriterien sollte die strategische Betrachtung des Anbietermarktes stärker in den Fokus genommen werden. Analysten wie unser strategischer Partner The Group of Analysts (kurz TGOA) bieten hierbei wertvolle methodische Unterstützung. Mit dem Market Performance Wheel (kurz MPW) bietet die TGOA Unternehmen eine erste Orientierung, bevor diese in ein Evaluations-Projekt einsteigen, oder ihre bestehende Lösung einer Reifegradprüfung unterziehen, d.h. das eigene System gegen den aktuellen Stand am Markt benchmarken (siehe dazu auch https://www.meyle-mueller.de/portfolio/sport-thieme/).

Bei Evaluations- oder Reifegrad-Prüfungsprojekten nutzen die Consultants von M+M Bewertungs-Matrizen, die noch deutlich tiefer spezifiziert, aber ganz ähnlich aufgebaut sind wie das Market Perfromance Wheel, was eine maximal objektive und nachvollziehbare Transparenz schafft (natürlich behandelt unser Bewertungssystem auch die funktionale Ebene).

Das Market Performance Wheel gibt in vier strategischen Kategorien mit jeweils vier Unterkategorien detaillierte Einblicke in:

  • Ability to perform
  • Marktperformance
  • Zukunftsfähigkeit
  • Technologie

Jede der 16 Unterkategorien wird in einer aufsteigenden Skala von 0 bis max. 25 Punkten bewertet.

Ability zu perform betrachtet z.B., wie lange der Anbieter am Markt ist, wieviele Mitarbeiter beschäftigt werden, wieviele Lizenzen verkauft wurden. Aber auch Aspekte wie die Unternehmens-Organisation sowie die System-Infrastruktur und -Verfügbarkeit (inkl. Monitoring und Reporting).

Marktperformance bewertet v.a. das Netzwerk aus Kunden und Technologie- sowie Integrations- bzw. Vertriebs-Partnern. Wie groß ist der Kundenkreis, welche Erfahrungen bestehen mit verschiedenen (Kunden-)Branchen und Regionen, wie werden diese informiert, berücksichtigt und evtl. in die Entwicklungs-Roadmap eingebunden?

Zukunftsfähigkeit umfasst Fragestellungen wie: Hat der Hersteller eine klare Strategie und Marktpositionierung? Wird diese aktiv vorangetrieben? Befasst er sich mit Innovationen, ist er Vordenker? Wie schnell und proaktiv stellt sich der Hersteller auf Marktveränderungen ein? Werden klare Wachstumsziele verfolgt? Wie werden bestehende Mitarbeiter entwickelt und neue gefunden?

Technologie behandelt strategisch relevante Aspekte wie z.B.: Inwiefern setzt der Anbieter zeitgemäße und marktspezifische Technologien in seiner Lösung um? Befasst er sich beispielsweise mit den Themen Cloudfähigkeit, Headless, API first, Graphen-Datenbanken, KI-Services usw.? Arbeitet er dazu mit führenden Technologiepartnern zusammen? Wie anpassungsfähig ist die Lösung hinsichtlich kundenindividueller Anforderungen auf funktionaler Ebene sowie in Bezug auf Nutzererfahrung?

Market Performance Wheels gibt es mittlerweile zu allen gängigen PIM-Lösungen. Neben übersichtlichen Grafiken werden in den MPW-Dokumenten alle Kriterien ausführlich und verständlich beschrieben. Sämtliche MPWs stehen kostenfrei zum Download unter www.tgoa.com zur Verfügung.

Bei Interesse an weiteren Details zum Market Performance Wheel oder zu unserer Vorgehensweise bei Reifegradprüfung und PIM-Evaluation wenden Sie sich gerne an Peter Schellhorn: pschellhorn@meyle-mueller.de